Familien dürfen nicht zu "Problemfamilien" werden

Familien dürfen gar nicht erst zu „Problemfamilien“ werden
Liberale Frauen fordern Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Vernachlässigungen

Saarbrücken, den 27.11.2006
- Das von Minister Hecken angekündigte „Frühwarnsystem“ gegen Kindesmisshandlungen, ist bei Weitem nicht ausreichend, um dem Problem der Misshandlung und Vernachlässigung von Kindern Herr zu werden. Selbst verbindliche Vorsorgeuntersuchungen können nicht alle Mißbrauchsfälle aufdecken, da die Zeitspannen zwischen den einzelnen Vorsorgeuntersuchungen zu lang sind. Auch das angekündigte „Frühwarnsystem“ greift erst dann, wenn es bereits zu Problemen gekommen ist. Die Liberalen Frauen sehen deshalb die jetzt geplanten Maßnahmen als nicht ausreichend an. „Es muss alles getan werden, damit es gar nicht erst zu Misshandlungen kommt,“ so die Landesvorsitzende der Liberalen Frauen und Mitglied des FDP-Landesvorstandes, Doris Buchholz. Die Liberalen Frauen fordern deshalb, dass Maßnahmen zur Prävention ergriffen werden. Junge Menschen müssen besser auf ihre Situation als Eltern vorbereitet werden. Ein Mittel zur Aufklärung stellen Elternbriefe dar, die in anderen Bundesländern zum Teil kostenlos an Eltern verteilt werden. Elternbriefe geben Orientierungshilfen bei der Bewältigung der Erziehungsarbeit und weisen auch auf Hilfsangebote hin. Die Liberalen Frauen fordern deshalb, dass zumindest in den ersten Lebensmonaten im Saarland Elternbriefe kostenlos an Eltern verschickt werden.




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Doris Buchholz weiter Vorsitzende "Scheidung light"