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Liberale Gleichstellungspolitik
Antrag: Aufnahme des Punktes LIBERALE GLEICHSTELLUNGSPOLITIK in das Kommunalwahlprogramm
Der Landesparteitag möge beschließen das Kommunalwahlprogramm um folgende Textpassage zu ergänzen:
LIBERALE GLEICHSTELLUNGSPOLITIK
Obwohl die rechtliche Gleichstellung weitgehend erreicht ist und eine Reihe spezifischer Maßnahmen zum Ausgleich von Nachteilen für Frauen ergriffen wurden, sind die Chancen von Männern und Frauen im Beruf und im öffentlichen Leben immer noch ungleich verteilt.
Die Kommunen sind daher gefordert, ihren Beitrag vor Ort zur Beseitigung von Benachteiligungen von Frauen zu leisten. Zunächst ist es wichtig, statistische Daten zur Situation von Frauen in ihrer Kommune umfassend zu erheben und auf dieser Basis einen Aktionsplan zur Verbesserung der Rahmenbedingungen zu erstellen und zügig umzusetzen.
Wichtigste Voraussetzung für eine gleichberechtigte Teilhabe von Mann und Frau in allen gesellschaftlichen Bereichen ist vor allen Dingen die Weiterentwicklung von
Betreuungsangeboten für Kinder.
Die Saarliberalen fordern:
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die durch den starken Geburtenrückgang freiwerdenden Kapazitäten in Kindergärten und Tagesstätten zu nutzen, das Betreuungsangebot für Klein- und Vorschulkinder auszuweiten (z.B. am Bedarf orientierte Anzahl von Plätzen auch für Kleinkinder, längere und flexiblere Öffnungszeiten), um Männer und Frauen und insbesondere Alleinerziehende bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser als bisher zu unterstützen
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dass die Kommunen von den Möglichkeiten und Finanzhilfen, die im Rahmen der Landesförderung zum Ausbau von Ganztagsschulen und Ganztagsbetreuung in Kindertagestätten gewährt werden, Gebrauch machen.
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dass in den o.g. Einrichtungen grundsätzlich ein warmes Mittagessen angeboten wird,
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dass in den Jugendämtern Tagespflegebörsen eingerichtet werden (wenn möglich auch im Internet)
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dass Beratungsangebote vor Ort über Wiedereinstiegsmöglichkeiten für Frauen nach der Familienphase unterstützt werden sowie Initiativen für Existenzgründerinnen
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für eine zuverlässige finanzielle Absicherung der Frauenprojekte und -initiativen zu sorgen.
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Hilfs- und Beratungsangebote wie Frauenhäuser und Notrufe zu sichern und wenn nötig Möglichkeit auszubauen.
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beispielgebend familienfreundliche Arbeitszeitmodelle bei öffentlichen Arbeitgebern zu entwickeln und saarländische Unternehmen dafür zu gewinnen
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Gründung und Ausbau von Frauennetzwerken zu unterstützen
Die FDP Saar verpflichtet sich, auch auf kommunaler Ebene die von der EU entwickelte Strategie des Gender Mainstreaming zu verfolgen, d.h. in ihrer Politik, die nach Geschlecht unterschiedlichen Ausgangsbedingungen, Perspektiven und Lebensumstände in allen Entscheidungsprozessen zu berücksichtigen und auf ihr Auswirkungen für beide Geschlechter zu überprüfen.
Die Saarliberalen fordern:
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die Aufgaben und das Netz von Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten entsprechend dieser veränderten Sichtweise zu erweitern und neu zu strukturieren
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geschlechterspezifischer Bestandsanalysen in allen Ressorts zu initiieren (z.B. Daten über Unternehmensgründungen unter geschlechtsspezifischen Gesichtspunkten, um zu klären, wo Potenziale für Unternehmensgründerinnen sind)
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als Träger von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für ein ausgewogenes Verhältnis von Männern und Frauen in den entsprechenden Berufen zu werben, um möglichst für beide Geschlechter Rollenvorbilder in der Erziehung anzubieten. Dies gilt insbesondere für den Bereich der Kindertagesstätten und Grundschulen
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durch Information und Sensibilisierung sowie Teilnahme an Aktionen wie dem "Girl’s Day" auf eine freie und geschlechtstunabhängige Berufswahl von Mädchen und Jungen hinzuwirken
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für eine stärkere Beteiligung von Frauen in zukunftsorientierten Branchen zu werben, z.B. durch Einführung der Chancengleichheit als Unternehmensziel oder die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch durch Teilzeitangebote für männliche Beschäftigte zu ermöglichen, um den Anteil an weiblichen Fach- und Führungskräften zu erhöhen.
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den Frauenanteil in regionalen Gremien oder für ehrenamtliche Tätigkeiten durch gezielte Ansprache von Frauen zu erhöhen.
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