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3. Forum: "Alter = weiblich"

Saarbrücken, den 14.11.2008 – Die LIBERALEN FRAUEN hatten am 12.11.2008 zusammen mit den Liberalen Senioren und dem FDP Ortsverband Schwalbach zum 3. Forum „Alter = weiblich“ nach Schwalbach eingeladen.

„Die Menschen werden älter und der Anteil der älteren Menschen steigt kontinuierlich. 30% der Bundesdeutschen Bevölkerung sind heute bereits über 60 Jahre alt. Zwei Drittel dieser Personengruppe sind Frauen. Die LIBERALEN FRAUEN möchten sich den Problemen von Frauen im Alter besonders annehmen und haben das Forum „Alter = weiblich“ ins Leben gerufen, um diese Probleme näher zu beleuchten und nach Lösungen zu suchen.“ so Doris Buchholz in ihrer Einleitung. Unter dem Motto Was macht Lebensqualität im Alter aus?, diskutierten Edgar Theobald, Vorsitzender des Seniorenrates der Gemeinde Schwalbach, Bertold Bahner, Bundesvorsitzender der LIBERALEN SENIOREN, Annette Blaes, Geschäftsführerin der Actis Consult GmbH Unternehmensberatung, was Lebensqualität im Alter ausmacht. Die Moderation machte Karin Nehl.

Fazit des Abends war, dass es „das Alter“ nicht gibt, sondern dass man Unterscheidungen zwischen verschiedenen Altersgruppen machen muss, deren Bedürfnisse sich völlig voneinander unterscheiden. Während die „jüngeren“ Senioren heute aktiv am gesellschaftlichen, politischen und beruflichen Leben teilnehmen, gibt es andererseits immer mehr Menschen, die im hohen Alter pflegbedürftig werden und auf Hilfe von anderen Menschen angewiesen sind. Einig waren alle Teilnehmer des Podiums, dass es für Menschen im Alter ganz entscheidend ist, dass sie soziale Kontakte haben. Wichtig wären deshalb Wohnungen in den Innenstädten. Es sollte der Verödung der Innenstädte entgegengewirkt werden. Gefordert wurden auch, dass es vermehrt betreutes Wohnen und auf Senioren abgestimmte Wohnangebote geben müsste. Gerade für alte Menschen, die nicht mehr so mobil sind, wäre das sehr wichtig, um so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Annette Blaes, die mehre Jahre selbst Leiterin von Pflegeheimen waren, konnte aus ihrer Erfahrung berichten, dass auch in Pflegeheimen Menschen durchaus nicht immer alleine bleiben wollen, sondern ihr Zimmer mit gerne einem anderen Mitbewohner teilen. „Man spürt dann, dass jemand da ist und man nicht alleine ist, Das ist für viele ältere Menschen ein beruhigendes Gefühl.“ führte Annette Blaes aus. Deutlich wurde in der regen Diskussion auch, dass Frauen es im Alter besonders schwer haben, was unter anderem an dem sehr geringen Einkommen liegt, das Frauen zur Verfügung steht. (2005 betrug in Deutschland die Durchschnittsaltersrente bei Frauen 663,00 € im Monat, während Männer immerhin durchschnittlich 976,00 € Rente bezogen.) Bertold Bahner hob hervor, dass viele Initiativen an den Heimgesetzen scheitern würden und dass die Politik gefordert sei. Die Seniorenpolitik darf nicht länger ein Stiefkind der Politik sein. Die Liberalen Frauen Saar werden die Veranstaltungsreihe fortsetzen. Das Nächste Forum wird sich mit dem Thema Rente für Frauen beschäftigen.

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