Leben im Alter - aber wovon?

Homburg, den 06.12.2007 – Die LIBERALEN FRAUEN hatten am 29.11.2007 zum 2. Forum „Alter = weiblich“ nach Homburg eingeladen. Schwerpunkt des zweiten Forums war die finanzielle Situation von Frauen im Alter. Untersuchungen haben gezeigt, dass vom Problem der Altersarmut insbesondere westdeutsche Frauen über 50 betroffen sind. Meist handelt es sich um nicht erwerbstätige Mütter. Wenn man statistische Zahlen heranzieht, so betrug 2005 die Durchschnittsaltersrente bei Frauen 663,00 € im Monat, während Männer immerhin durchschnittlich 976,00 € Rente bezogen. Hauptursachen für diese niedrigen Renten bei Frauen sind unterbrochene Erwerbsbiografien wegen Kindererziehung und Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen. Wenn Beschäftigungen ausgeübt werden, sind dies oft Teilzeitbeschäftigungen oder geringfügige Beschäftigungen.





Im Hotel Stadt Homburg diskutierten Sibylle Laurischk, MdB, Sprecherin für Integration und Migration, Seniorenpolitik und bürgerschaftliches Engagement der FDP Bundestagsfraktion, Georg Weisweiler Präsident des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes e.V. und Kandidat der FDP für das Amt des Oberbürgermeisters in Homburg, Bertold Bahner Bundesvorsitzender der LIBERALEN SENIOREN sowie Sabine Mathieu Residenzleiterin der Pro Seniore Residenz Hohenburg über die Ursachen von Altersarmut bei Frauen und was die Politik tun muss. Sibylle Laurischk bedauert, dass sich die Politik zu wenig den Senioren annimmt. „In der Haushaltsred$e im Bundestag hat die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von der Leyen die Senioren mit keinem Wort erwähnt. Es ist gut, dass sich die LIBERALEN FRAUEN im Saarland mit ihrem Forum intensiv den Problemen älterer Menschen und vor allem älterer Frauen widmen,“ so Sibylle Laurischk. Die intensive Diskussion zeigte, dass die Weichen für die Altersarmut bereits sehr früh gestellt werden. Vor allem fehlende Krippenplätze, Hortplätze und Kindergartenplätze führen dazu, dass Frauen gezwungen werden, den Beruf aufzugeben. Auch außerhalb von üblichen Öffnungszeiten müsste es Betreuungsmöglichkeiten geben. In Pflegeberufen wird von Personal Einsatz auch am Abend oder in der Nacht erwartet, Betreuungsangebote zu diesen Zeiten gibt es nicht. Dem Bürgermeisterkandidaten der FDP Homburg, Georg Weisweiler, liegt das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf sehr am Herzen. „Wir machen uns schon seit einiger Zeit von Seiten des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie dafür stark, dass der saarländische Gesetzgeber endlich reagiert und Benachteiligung von Betrieben gegenüber freien Trägern bei der Finanzierung von Betriebskindergärten abschafft.“ Alle waren sich einig, dass noch viel zu tun ist. Weisweiler schlägt vor zu diesem Thema in Homburg einen runden Tisch einzuberufen, an dem Wirtschaft, Uniklinik, Verwaltung und alle gesellschaftlich relevanten Gruppierungen nach gemeinsamen Wegen finden. Mit seiner hohen Industriedichte und der Universitätsklinik hat Homburg hat das Zeug dafür, eine Musterstatt für das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden,“ so Weisweiler




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Politik zum Anfassen am Girls' Day 2008 Forum: Alter = weiblich